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Ich werde angestarrt

„Ich werde angestarrt!“ – 7 Geheimnisse für starkes Selbstbewusstsein

Du läufst durch die Stadt. Schaust dir alles an. Streifst durch die Läden und Auslagen der Geschäfte. Du bist glücklich. Eigentlich.

 

Wäre da nicht dieses ungute Gefühl. Die Blicke eines Fremden, die du im Vorbeigehen siehst.

 

Kennst du das?

 

Mir geht es ehrlich gesagt immer so. Als ich klein war, war das für mich echt das Schlimmste! Ich laufe anders. Meine Beine sind kaputt. Sieht komisch aus…

Alle haben mich angestarrt und auf mich gezeigt. Sie haben über mich geredet, wenn ich vorbei gegangen bin. Sie dachten, ich kriege es nicht mit. Woher kommt eigentlich der Glauben, dass Menschen das nicht mehr wahrnehmen, wenn sie einen halben Meter entfernt sind?

 

Ich hatte nie eine andere Wahl als anders zu sein. Aufzufallen. Mich begaffen zu lassen.

Vielleicht hast du ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich will dir hier erklären, wie ich es geschafft habe, damit umzugehen, ohne dabei zu leiden. Im Gegenteil: Ich habe angefangen, diese Blicke, Gesten und Worte für mich zu nutzen.

 

Achtung: Die folgenden Hacks klingen vielleicht krass.

Sie sollen einfach dein Selbstbewusstsein stärken, daher sind sie etwas überspitzt formuliert.

 

 

Hack 1: Wie du dich wohlfühlst

Denk an das Gefühl, wenn du dein absolutes Lieblingsoutfit trägst! Das Shirt, das du dir extra für die Party, das Date oder den Urlaub aufhebst, weil du dich darin toll findest.

 

Jetzt vergleiche das Gefühl mit dem Gegenteil:

Ein Outfit zu tragen, das du gar nicht magst. Das du nur anhast, weil es das geringste Übel ist. Weil du nichts Passendes hast. Oder einfach nur, weil du es auch mal tragen solltest, wenn es schon im Schrank hängt.

Eigentlich ist es zu klein, das Muster gefällt dir nicht und den kleinen Fleck hast du nicht richtig rauswaschen können. Den ganzen Tag denkst du „Hoffentlich fällt niemandem auf, dass das Shirt so blöd geschnitten ist!“

 

Fällt dir was auf?

Das erste Outfit macht, dass du dich genial fühlst. Du liebst es, dieses Outfit zu tragen und präsentierst es stolz, wenn du darin herum läufst.

Das zweite Outfit macht, dass du die Menschen, um dich herum, gar nicht erst ansehen kannst und möglichst schnell nach Hause willst, um es endlich los zu werden.

 

Das zweite Outfit führt automatisch dazu, dass dein Selbstbewusstsein schrumpft.

Das sieht man auch an deinem Auftreten! Du gehst geduckt und siehst niemanden richtig an, um keine Aufmerksamkeit auf dich und dein schlecht sitzendes Shirt zu ziehen.

So siehst du schon aus, als wärst du ein kleines, verschüchtertes Opfer. Das solltest du unbedingt vermeiden!

Und das ist nicht schwer!

 

Die einzige Regel ist:

Trage ab sofort nur noch Kleidung in der du dich so richtig gut fühlst!

Kleidung die du geil findest.

Falls du nicht genug Kleidung hast, die dich wahnsinnig gut aussehen lässt, wird es Zeit das zu ändern! Sortiere alles aus deinem Kleiderschrank aus, das dir ein schlechtes Gefühl gibt. Kaufe dir ein paar wenige Klamotten, in denen du super gut aussiehst!

Stärke dein Selbstbewusstsein, indem du ausschließlich deine Lieblingsklamotten trägst!

 

Mit diesem einfachen Hack wirst du eine ganz andere Ausstrahlung haben. Du fühlst dich viel attraktiver, einfach nur weil du dich selbst gut finden kannst.

Dementsprechend wird auch dein Gang offener und selbstbewusster sein. Du änderst deine Ausstrahlung von „Guck mich bloß nicht an, ich bin peinlich!“ zu „Schau, wie gut ich in dieser Hose aussehe!“

 

Du musst auch nicht bei der sichtbaren Kleidung aufhören. Wirf die hässliche Unterwäsche und die löchrigen Socken endlich weg! Nichts an deiner Kleidung soll dir das Gefühl geben, dich verstecken zu müssen.

Das klingt vielleicht oberflächlich, aber du wirst sehen, es bringt dir wahnsinnig viel!

 

 

Hack 2: Wie du dich geil findest

Klar, das Ding ist ausgelutscht. Niemand findet sich rundum schön. Die Wenigsten haben einen objektiven Eindruck von ihrem Aussehen. Jeder hat mindestens eine Sache, die ihn an seinem Körper stört.

 

ABER: Jeder hat auch mindestens eine Sache auf die er wirklich stolz ist!

Ich mag zum Beispiel meine blauen Augen. Ich mag meine Haare.. meistens. (Morgens sehe ich aus wie Son Goku!) Ich mag meine Lippenpiercings..Selbstbewusstsein

Es gibt viele Dinge, die ich an mir gut finde, obwohl mein Körper wirklich eine Baustelle ist.

 

Die Kunst besteht darin, diese tollen Dinge in deinem Selbstbild weit hervor zu heben. Und dafür die nicht so tollen Dinge ganz klein werden zu lassen.

Was magst du an dir besonders gerne? Wenn du dich im Spiegel betrachtest, achte dabei genau auf die wirklich guten Dinge! Sieh dir das, was du nicht magst, einfach auch nicht so häufig an. Hör auf, an dir herum zu meckern!

 

Diesen Fehler machen nämlich die meisten Menschen: Sie achten nur auf das, was sie hassen und am liebsten ändern würden! Und das gilt nicht mal nur für das Aussehen!

 

Also: Finde dich geil! Das klingt selbstverliebt? Na und? Du sollst es ja nicht auf ein Plakat schreiben! Finde dich einfach selbst geil, weil du tolle ⇒Hier alle coolen Dinge an dir eintragen⇐ hast!

Wenn du das tust, wirst du das auch ausstrahlen. Und so wirst du dann auch wahrgenommen. Du verbesserst gleichzeitig dein Selbstbewusstsein UND gibst weniger Anlass zum Starren.

 

 

Hack 3: Wie du konterst

Wenn dir auffällt, dass dich jemand anstarrt, sieh ihn einfach nur an.

Direkt in die Augen.

Menschen können einem offenen Blick nicht lange standhalten. Sie fühlen sich ertappt und schauen geradezu beschämt weg. Du siehst quasi wie sie denken „Oh Mist, erwischt!“

 

Ich mache das besonders gerne bei diesen Kindern, die mich ganz unverblümt angaffen und am besten noch ihren Eltern „Guck mal..“ zuflüstern.

Ich hoffe immer, dass sie so vielleicht lernen, dass Angaffen scheiße ist. Vielleicht.

Jedes Mal, wenn mich ein Kind anstarrt, gebe ich ihm einige Sekunden. Ist schließlich ein Kind, die sind neugierig. Das ist normal.

Wenn es dann immer noch nicht aufhört, schaue ich zurück. Nicht provokant, mit aufgerissenen Augen. Nein, ich schaue einfach ganz direkt und klar in seine Augen. Und warte. Bis sie weg schauen.

Mein Blick sagt: „Ich weiß, dass du mich seit Ewigkeiten anstarrst.“ Nicht mehr.

 

Ich mache das aber nicht nur bei Kindern. Auch besonders gerne in der Bahn, bei dem gaffenden Typ, drei Sitze weiter.

Ich sehe, mit hoch gezogenen Augenbrauen, gleichgültig von meinem Handy/Buch auf. Ohne den Kopf zu bewegen. Der Blick sagt „Kann ich irgendwie helfen?!“ Super effektiv!

 

Wichtig ist, dass du die Leute nicht nachäffst. Zeige nicht, dass dich das kränkt oder stört. Damit bringst du dich nur selbst in die Opferrolle. Sei so richtig cool und neutral.

Du sollst nicht selbst zum Arschloch werden. Es geht nur darum, dass du, für dich selbst, als Sieger aus der Situation heraus gehst. Es geht hier um DEIN Selbstbewusstsein.

 

Das Schwierigste dabei ist, glaube ich, dass man sich eigentlich eher verkriechen würde, als zu kontern. Das ist Opfer-Denken. Hör auf damit!

Warum solltest du dir den Schuh anziehen? Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass Du als Looser aus dieser Situation heraus gehst!

Sei stark! Stelle mit deinem Blick klar, dass nicht du es bist, der sich daneben benimmt! Der, der dich angafft, ist der Arsch. Nicht DU!

Du bist der Überlegene. Deswegen musst du den Kopf hoch halten!

Und dein Blick sagt: „Man, ist das arm, was du da machst.“

 

Stell es dir wie eine Skala vor:

Bemerken, dass du angestarrt wirst sind Minuspunkte, Kontra geben Plus.

Sieh zu, dass deine Skala niemals in den Keller rutscht!

 

Hack 3A: Wie du krasser konterst

Sprich darüber – so, dass sie es hören!

Natürlich nur wenn du in Begleitung bist.

Erzähle deinem Gesprächspartner doch einfach mal „Siehst du den da? Der starrt mich jetzt seit 10 Minuten an und glaubt wahrscheinlich echt, dass ich das nicht sehe!“ Dann lacht. Und sieh dir die Reaktion an.

Alternativ, wenn du alleine bist, kannst du auch jemanden anrufen.

 

Das ist die wirklich harte Methode, den Leuten einen Spiegel vor zu halten. Allerdings ist es ja auch nicht nett, andere anzugaffen, oder?

Mach das aber bitte wirklich nur, wenn du dir auch ganz sicher bist, dass der Typ nicht auf das nette Mädel hinter dir gestarrt hat!

 

 

Hack 4: Wie du abschaltest

Wenn du mal keinen Bock auf Konfrontation hast, kannst du dich einfach weg beamen.

Klinke dich aus.

Nimm dir Kopfhörer, gute Musik oder ein spannendes Hörbuch und blende die anderen Menschen bewusst aus.

 

Das ist der Notfallplan.

Wenn dir alles zu viel wird, oder du wirklich wichtigere Dinge auf dem Schirm hast. Das gibt dir keine Pluspunkte fürs Selbstbewusstsein, aber auch kein großes Minus. Du kannst einfach mal abschalten und ganz unbeteiligt deiner Wege gehen.

Konzentriere dich nur auf dich selbst. Als wärst du der einzige Mensch auf der Welt. Das tut auch echt gut!

 

 

Hack 5: Was du von dominanten Hunden lernen kannst

Ok, das ist was für die Mutigen unter uns.

Aber ich habe es auch schon oft probiert, es macht einfach wirklich Spaß!

 

Wenn du an einem überfüllten Ort bist – an einem großen Bahnhof, auf einem Markt, in der Fußgängerzone.. – gehe einfach geradeaus.

Weiche nicht permanent den Entgegenkommenden aus.

Lass sie ausweichen.

 

Das heißt natürlich nicht, dass du im Zweifel in sie hinein laufen sollst, aber so weit wird es wahrscheinlich niemand kommen lassen. Geh deinen Weg und alle anderen sollen gefälligst um dich herum gehen.

 

Hunde zeigen so ihre Dominanz. Das heißt, sie tun nichts dafür. Das dominante Tier geht einfach und erwartet, dass ihm Platz gemacht wird. Die anderen machen ganz automatisch Platz.

Ohne, dass sie das vorher abgesprochen hätten. Das ist einfach ein Gesetz der Natur.Angestarrt

 

Wie bringst du einem Hund bei, dass du als erstes aus der Tür gehst? – Du nimmst die Tür für dich ein. Du denkst und signalisierst „Meine Tür.“ Du beanspruchst den Raum um die Tür herum. Hunde verstehen das.

Und Menschen verstehen das auch unterbewusst. Natürlich sollst du nicht random irgendwelche Türen für dich beanspruchen! Nur deinen Weg. In diesem Moment.

 

Du kannst das für dich nutzen und dein Selbstbewusstsein so enorm stärken.

Die anderen Leute werden völlig instinktiv ausweichen. Sie werden einen Bogen um dich gehen, wenn du schlicht nicht von deinem Weg abweichst.

 

Gehe dabei ruhig und gezielt. Sieh nach vorn, am besten siehst du immer geradeaus an den Leuten vorbei. Oder du siehst sie direkt an. Und dann geh einfach. Ohne ständig Platz zu machen. Das hier ist DEIN Weg.

 

 

Hack 6: Wie du eine coole Sau wirst

Sei absichtlich auffällig. Und steh dazu.

Das beißt sich ein bisschen mit dem ersten Hack, aber vielleicht findest du einen Mittelweg. Zum Beispiel über ein cooles „Accessoire“.

 

Dieser Hack hat mich wirklich durch die Pubertät gebracht!

Ich war zuerst immer sehr bemüht nicht aufzufallen und dabei möglichst cool zu wirken. Dann, so mit 15, kam endlich der Knackpunkt: Ich habe begriffen, dass ich nicht unauffällig sein kann. Mir bleibt keine Wahl, die Leute würden mich immer anstarren.

 

Also wollte ich ihnen ab sofort einen Grund geben, mich anzustarren.

Das war die Zeit, in der ich (auch optisch) Punk wurde. Ich hatte bunte Haare, schwere Stiefel, karierte Hosen mit viel zu vielen Reißverschlüssen, Lederjacken und Parkas mit einem Haufen Nieten und Aufnähern…

Ich wolle auffallen. Jetzt erst recht!

 

Interessant: Sobald ich anfing, sie zu provozieren, machten mir die Blicke gar nichts mehr aus! Ich genoss es regelrecht diese Blicke auf mich zu ziehen.

In meinem Kopf hatte sich eine entscheidende Denkweise geändert.

Ich dachte nicht mehr: „Scheiße, die starren mich alle an weil ich so komisch/hässlich/anders bin!“ sondern: „Ha, geil! Schau wie sie mich alle angaffen! Keiner ist so cool wie ich!“ (Naja, sowas ähnliches.. du weißt was ich meine.)

 

Das mag vielleicht etwas seltsam klingen, aber mental war das meine Rettung.

Ich verbrachte keinen einzigen Tag mehr heulend im Bett, weil ich normal sein wollte. Ich war mir jetzt sicher, dass die Anderen mich beneiden mussten. Sie wollten so sein wie ich. (In meinem Kopf)

 

Im Endeffekt ist es ja auch total egal, was die Anderen wirklich denken.

Fakt ist, dass du dich besser fühlst!

 

Das veränderte aber nicht nur meine eigene Einstellung, sondern auch meinen kompletten Status!

Ich war jetzt der einzige Punk in der Schule. Aber es dauerte nicht lange, bis ich ein Teil einer kleinen Gruppe von Punks wurde. Und dann dauerte es wiederum nicht lange, bis wir mehr Zulauf bekamen.

Wir waren die coolen Außenseiter. Mädchen fragten uns was wir am Wochenende machen und ob sie mitkommen dürfen.. Es war absolut genial.

Nicht weil man umschwärmt werden muss, sondern weil es einfach das Selbstbewusstsein unglaublich stärkt!

 

Du musst natürlich nicht gleich so übertreiben wie ich.

Es würde ja völlig reichen, wenn du einfach irgendwas Auffälliges trägst, das du total feierst.

Wie wäre es zum Beispiel mit richtig coolen Schuhen? Einer besonderen Frisur? Ein Tattoo oder Piercing? Einfach etwas, das du so richtig cool findest.

 

 

Hack 7: Was das Gesetz der Anziehung damit zu tun hat

Manchmal müssen wir uns klar machen, dass wir unsere Wahrnehmung selbst beeinflussen.

Wenn du immer daran denkst, dass dich Leute anstarren, wird dir automatisch häufiger auffallen, dass dich Leute anstarren. Auch wenn sie vielleicht einfach nur zufällig in deine Richtung gesehen haben.

 

Du kennst das sicher: Wenn du dich mit einem neuen Thema ganz intensiv beschäftigst, fallen dir plötzlich ganz viele Zusammenhänge in deinem Umfeld auf.

 

Sagen wir, du planst eine neue Jacke zu kaufen und entdeckst ein Modell, das dir sehr gut gefällt.

Während du in den nächsten Tagen überlegst, ob du sie kaufen sollst, fallen dir plötzlich ganz viele Leute auf, die genau diese Jacke tragen. Das liegt daran, dass du deine Wahrnehmung dafür geschärft hast, indem du dich damit beschäftigt hast.

 

Im Umkehrschluss bedeutet das: Versuche dich nicht so viel mit Gaffern zu beschäftigen. Denk dran, dass es genau so auch Zufall sein kann, dass diese Frau grade so auffällig in deine Richtung gesehen hat. Versuche am besten einen Großteil dieser Blicke auf den Zufall zu schieben. Ist einfach nicht dein Problem. 😉

 

 

PS: Auch ich bin nicht das Selbstbewusstsein in Person. Ich habe, wie jeder Mensch, Zweifel. Aber diese Tricks haben mir geholfen viel besser mit den komischen Blicken umzugehen, die ich auf mich ziehe. Das möchte ich mit dir teilen, wenn es dir ähnlich geht.

 

In welcher Situation wurdest du angestarrt?

 

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20 comments

  1. Sarah says:

    Wow, sehr schön geschrieben. Man kann an der Art wie du schreibst herauslesen, dass du viel durchschaut hast und die Tipps machen wirklich Sinn, werd ich mir merken 🙂

  2. Julia says:

    Weißte was mich am meisten nervt, wenn die Kinder gaffen? Wenn Eltern a.) nicht reagieren oder b.) das Kind wegzerren und es anblaffen, dass man das nicht macht. Würden die Eltern ihren Kindern erklären, WAS sie da sehen, egal, ob körperliche Beeinträchtigung oder extravagantes Aussehen (bei mir sinds die Tattoos, deren Sichtbarkeit exponentiell zum Temperaturanstieg steigt). Kinder sind neugierig und man sollte ihnen die Vielfalt der Menschen und der Welt einfach erklären, statt es zu ignorieren oder „unter den Teppich zu kehren“. Klar sollen die lernen, dass Angaffen kacke ist, aber die wenigsten machen sich auch die Mühe, zu erklären warum. Vielleicht sind es selbst verkappte Gaffer. Die, die dann auf der Autobahn Staus provozieren, weil sie sich am Unfall nicht satt sehen können… Bei Erwachsenen aber wende ich #3 und #3A (auch ohne Telefon oder Begleitung, ich sprech die einfach direkt an…) wende ich seit Jahren erfolgreich an 😀 Es ist jedes Mal ein Fest, wenn sie sich ertappt fühlen. 😀
    Alles in allem aber haste für alle 7 Punkte meine vollste Zustimmung! 🙂

    • Ronja
      Ronja says:

      Hey Julia,

      du hast schon recht, es wäre besser den Kindern zu erklären, was los ist. Problematisch ist es aber bei Behinderungen, denn da wissen die Eltern ja selbst nicht, was eigentlich los ist und ganz ehrlich, ich hätte noch weniger Lust, mir dann die möglicherweise seltsame, verdrehte Ansicht der Eltern anzuhören.

      Ich finde auch wegen meinen Tattoos angestarrt zu werden ist gar kein Ding, die wollte ich ja haben. Ich freue mich, wenn ich wegen etwas auffalle, das ich selbst entschieden habe, statt wegen etwas, das ich lieber nicht hätte. Und wenn Mutti dann erklärt „Das sind nur Tattoos.“ ist das was ganz anderes als „Guck nicht so, die ist behindert!“ – Das willst du einfach nicht hören. 😉

      Dann lieber wirklich ein Gespräch suchen.. 🙂

      Liebe Grüße,
      Ronja

      • Julia says:

        Naja, so meinte ich das auch nicht… Man kann einem kleinen Kind ja auch sagen „die Beine der Frau funktionieren einfach nicht so gut“ oder „die Beine der Frau sind nicht gesund“, sowas in der Art. Medizinisch komplexe Erklärungen verstehen kleine Kinder eh nicht, von daher muss man ja nicht gleich mit der Brechstange vorgehen. 😀 Oder eben, wie Du selbst sagst, das Gespräch suchen. Aber davor haben die meisten ja dann auch wieder Schiss… -_-
        Klar, Tattoos und Piercings sind selbst ausgesuchtes Gaffmaterial, aber ich find’s dennoch unhöflich. Ich hab mir die ja nicht für andere zum Beglotzen stechen lassen, sondern für mich. Und auch da sind bisweilen abfällige Blicke oder Kommentare an der Tagesordnung. Das ist einfach keine Art. So oder so nicht. 🙂 LG

        • Ronja
          Ronja says:

          Hey Julia,

          ja, da gebe ich dir absolut recht. 🙂

          Ich persönlich finde Tattoos und Piercings eigentlich ganz cool als „Gegenmittel“, bzw. „Selbstschutz“ wenn du sowieso angestarrt wirst. Bei mir kam irgendwann der Moment, an dem ich dachte „Ok, dann gebe ich euch was zu gucken!“ 😀
          Das Feeling wird einfach viel besser, wenn man das Gaffen der anderen auf das „geile Aussehen“ schieben kann und sich nicht jedes Mal davon runterziehen lassen muss. 😉

          Liebe Grüße 🙂

  3. Nanni says:

    Ich hab intuitiv einige dieser Hacks in meinem Leben angewandt und es hat mir verdammt gut getan. Seitdem ich mich genau so verhalte und kleide, wie ich mich in dem Moment fühle, mag ich mich selbst viel lieber. Danke für denn coolen Artikel!

  4. Mr minion says:

    Hallöchen
    Bin nicht ein Mensch von vielen Worten. Aber finde Dich, sei zufrieden und glücklich, stehe zu Dir selber und Du wirst sehen, welche positiven Einfluss dass primär auf Dich selber hat und sekundär auf Dein Umfeld. Klar hat jeder etwas etwas ‚kleines‘ zu meckern, aber hey so sind wir. Nobody’s perfect. Love me and stay with me or hate me and let it.
    Hatte zwanzig Jahre lange Haare nur um diese auszusondern die ich nicht wollte. Heute habe ich meine Vergangenheit angenommen und mich selber aktzepiert. Stehe jetz über den anderen die denken sie wissen alles. Lg peach

    • Ronja
      Ronja says:

      Hey Mr. minion,

      danke für deinen Kommentar! 🙂
      Richtig, wir sollten uns selbst alle viel mehr feiern, so wie wir sind und uns nicht von anderen vorgeben lassen, wie wir sein sollten!

      Liebe Grüße,
      Ronja

  5. Mia says:

    Hallo Ronja,

    das ist ein toller Beitrag – ich bewundere dich für deine Stärke! Ich habe „nur“ eine Hauterkrankung, aber ich kann nachvollziehen, was du schreibst.

    Besonders gut gefällt mir Hack 3 (3a und 5 sind aber auch gut!) und deine Worte: „Wichtig ist, dass du die Leute nicht nachäffst. (…) Du sollst nicht selbst zum Arschloch werden. Es geht nur darum, dass du, für dich selbst, als Sieger aus der Situation heraus gehst. Es geht hier um DEIN Selbstbewusstsein.“

    Dem kann ich nur zustimmen! Bei vielen Menschen habe ich das Gefühl, dass sie aus der Defensive heraus selbst unfair und spöttisch reagieren, das ist schade. So lässt man sich dann auf die Ebene des „Angreifers“ hinunterziehen.

    Aber verständlich, das Coolbleiben ist auch nicht ganz leicht, deshalb finde ich es super, dass du das so gut hinkriegst. Selbst mit dem Zurückstarren hab ich manchmal schon so meine Probleme. 😉 Erfordert doch einiges an Mut.

    Ich werde bestimmt an deine Worte denken und mir beim nächsten Mal ein Beispiel an dir nehmen.

    Übrigens kann es auch mir passieren, dass ich jemanden mal eher unbeabsichtigt anstarre – ich bin froh, dass du mich nochmal zum Nachdenken gebracht hast, was das betrifft.

    • Ronja
      Ronja says:

      Hey Mia,
      ich freue mich echt über deinen Kommentar! 🙂

      Stimmt, ich denke Niemand kann komplett verhindern, auch mal andere Menschen irgendwie blöd anzusehen, das passiert. Daher bin ich auch kein Fan davon, jeden gleich zu verurteilen, der in meine Richtung guckt, das wäre ja Blödsinn. Und manchmal ist es vielleicht auch einfach ehrliches Interesse und kein Anstarren.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und dass du so leben kannst, wie du es möchtest.

      Liebe Grüße,
      Ronja

  6. Helena says:

    Hallo ^-^
    Dein Beitrag ist interessant, und ich denke, das du vielen Menschen damit helfen wirst, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und du mit diesen Methoden deinen Weg gefunden hast.

    Hack 1&2 finde ich auch sehr wichtig – sich selbst wohlzufühlen und zu lieben sind zwei essenzielle Dinge für das eigene Selbstbewusstsein und wirken sich durch eine veränderte Ausstrahlung natürlich auf die Umgebung aus.
    Hack 5 – es ist immer wieder interessant zu sehen, wie Psychologie funktioniert und wie sie erklärt wird. Ich hab letztens schon was zu dem gleichen Thema gelesen und es ist interessant, es mal auszuprobieren 😀

    Ich habe allerdings ein paar Sachen, wo ich gerne noch einmal nachhaken würde – natürlich meintest du, der Beitrag wäre überspitzt formuliert (das merkt man auch), aber ich habe ein paar Verständnisfragen.

    Eine erste Frage habe ich zu Hack 3, zunächst einmal zu dem Begriff des ‚Anstarren‘ – meinst du damit Blicke, die eine direkte Abwertung enthalten?
    Denn zum Beispiel Kinder denke ich, haben einfach nur Interesse an einer Person, da sie etwas Neues in ihrer Welt darstellt und Ich empfinde auch meistens nur Interesse oder Neugier, wenn mir eine Person auffällt und ich sie dementsprechend anschaue. Schließlich weiß man meistens nicht unbedingt, was in den Köpfen der Menschen vorgeht, die einen vielleicht auch bewusst ansehen, man kann sich also nur denken, was sie denken – man weiß also in dem Moment eigentlich nur die eigene Interpretation der Umwelt.
    Denn es kommt mir in dem Text so vor, als wären Blicke ein Angriff, auch das du rätst, als Sieger aus Konfrontationen heraus zu gehen. Das stärkt natürlich das eigene Selbstwertgefühl, aber es gibt nicht nur Situationen, in denen es nur einen Sieger und Verlierer gibt.
    Ich denke aber, das du das in deinem Text nicht so gemeint hast – da du ja zum Beispiel meinst, das man nicht selbst das Arschloch werden soll – und wollte deswegen fragen, wie du es meinst =)

    Bei Hack 4 meinst du ja, Ignorieren und Abschalten würde keine großen Pluspunkte für das Selbstbewusstsein bedeuten. Das stimmt natürlich beim Ignorieren von offenen Provokationen, aber anders gesehen ist es für mich eigentlich das, was Selbstbewusstsein ausmacht: das nicht-darüber-nachdenken, was Andere über einen denken, und dementsprechend also Blicke nicht zu ignorieren, aber sie eben nicht wirklich wahrzunehmen oder darüber nachzudenken.
    Das meinst du ja auch eigentlich in Hack 6, aber ich weiß nicht, wie du das mit dem absichtlich auffällig sein in Verbindung bringst – man verändert vermutlich seine Einstellung zu Blicken und kann selbstbewusster mit ihnen umgehen, aber man orientiert sich ja eigentlich immer noch an den anderen Menschen, oder nicht?

    Genau das greifst du in Hack 7 ja auf, deswegen finde ich ihn am Besten ^-^
    Ich denke auch, dass diese Tricks Menschen helfen können, mehr Selbstbewusstsein aufzubauen.
    Die Fragen die ich dazu stelle sind nur dazu da, deine Meinung besser zu verstehen und meinen Horizont zu erweitern =)
    Liebe Grüße 😀

    • Ronja
      Ronja says:

      Hey Helena,

      Vielen Dank für deinen langen Kommentar und deine lieben Worte! 🙂

      Zu deinen Fragen:
      Natürlich sind mit den Blicken nur Blicke gemeint, die du selbst als negativ und belästigend empfindest. Mir ist natürlich schon bewusst, dass nicht jeder Blick eines Fremden gleich abwertend gemeint ist, ich habe ja, wie beschrieben, auch selbst angefangen damit zu spielen.

      Mit dem Ignorieren hast du schon recht, ein gutes Selbstbewusstsein bedeutet für mich, dass es dir wirklich egal ist, ob andere irgendetwas von dir denken könnten. Allerdings ist ja die Frage, ob du es wahrnimmst und dann bewusst ignorieren kannst, oder ob du nur abschaltest und die Umwelt ausblendest, damit du einfach ungestört dein Ding machen kannst.

      Das mit dem absichtlich auffällig sein bedeutet quasi sich einen Spaß daraus zu machen, bewusst zu „provozieren“, denn wenn du genau die Reaktion (zB. hinterher gucken) erwartest, weil du sie ja provoziert hast, kann sie dich nicht verletzen. Das ist einfach ein Psycho- (MIND!) Hack, der es dir erlaubt, diese (sonst unangenehmen) Blicke nicht als Downer, sondern als Bestätigung zu verbuchen. 😉

      Liebe Grüße,
      Ronja

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